Morgenwanderung im Frühlingswald – Vogelstimmen und erste Blüten

Am Sonntag, den 08.03.2026 traf sich eine kleine, exklusive Runde von drei Naturbegeisterten zu einer spontanen Wanderung durch den Forst in Richtung Impfingen. Zugegeben: Die Planung war kurzfristig, sodass nicht alle Interessierten teilnehmen konnten. Doch gerade diese kleine Gruppe machte die rund sechs Kilometer lange Tour zu einem besonders intensiven Naturerlebnis.

Vogelkonzert im Frühlingswald

Schon nach wenigen Minuten wurde klar: Der Wald ist längst aus dem Winter erwacht. Aus allen Richtungen waren Vogelstimmen zu hören, und gemeinsam konnten wir 14 verschiedene Vogelarten bestimmen.

Zu den beobachteten und gehörten Arten gehörten:

  • Eichelhäher
  • Singdrossel
  • Rotkehlchen
  • Buchfink
  • Schwarzspecht
  • Grünspecht
  • Zaunkönig
  • Kleiber
  • Sumpfmeise
  • Blaumeise
  • Kohlmeise
  • Gartenbaumläufer
  • Kolkrabe

Wer aufmerksam mitzählt, merkt: In dieser Liste steckt noch eine kleine Denksportaufgabe – eine Vogelart fehlt. Wer beim nächsten Waldspaziergang genau hinhört, entdeckt sie vielleicht selbst.

Besonders eindrucksvoll waren die Rufe der Spechte, die weit durch den noch lichten Frühlingswald hallten, während Rotkehlchen und Singdrossel für die musikalische Begleitung sorgten.

Erste Frühlingsboten am Waldboden

Neben den Vogelstimmen lohnte sich auch der Blick nach unten. Der Waldboden zeigt derzeit eindrucksvoll, dass der Frühling vor der Tür steht.

Entlang der Wege konnten bereits mehrere typische Frühblüher entdeckt werden:

  • Wald-Bingelkraut
  • Nieswurz
  • Seidelbast
  • die ersten geöffneten Buschwindröschen
Bingelkraut

Auch die Schlüsselblumen stehen bereits in den Startlöchern und werden in den kommenden Tagen vielerorts ihre gelben Blüten zeigen.

Gerade jetzt lohnt sich ein Spaziergang durch den Wald besonders: Während über uns das Vogelkonzert erklingt, entfaltet sich am Boden langsam ein buntes Frühlingsbild.

Sorge um den Krötentümpel

Eine Beobachtung stimmte die Gruppe allerdings nachdenklich: Der kleine Tümpel im Forst, der sonst den Kröten als Laichgewässer dient, ist derzeit vollständig trocken – kein Tropfen Wasser ist zu sehen. Für Amphibien kann ein fehlendes Gewässer während der Fortpflanzungszeit problematisch werden. Wie sich die Situation in den nächsten Wochen entwickelt, bleibt zu hoffen.

Krötentümpel

Natur erleben – direkt vor der Haustür

Die Wanderung hat einmal mehr gezeigt, wie viel es direkt vor unserer Haustür zu entdecken gibt. Wer derzeit durch den Wald spaziert, kann nicht nur zahlreiche Vogelarten hören, sondern auch die ersten Frühlingsblumen entdecken.

Vielleicht lohnt es sich also, beim nächsten Spaziergang einmal bewusst stehen zu bleiben, zu lauschen und die Umgebung zu beobachten.

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